Das Erwachen eines Perfektionisten

Das Erwachen eines Perfektionisten

Die Zeit, jene die Krafttiere dieser Erde aus ihrem behaglichen Dasein erwachen lässt, sie bricht nach und nach wieder an. Zum Vorschein kommt auch wieder eines dieser sprunghaften Geschöpfe, die ein jedes Kind zu jagen pflegte. Aus der Reihe springt er wohl, da er Demut weckt und flinkes handeln fordert, man möchte ihn um den Geduldswillen zu befriedigen, bestaunen. Flip, unser Grashüpfer.

Beginnend bereits bei der Pirsch im dichten, hohen, saftig grünen Gras, schaffen wir es auf eine Welle mit ihm. Im Hier und im Jetzt, mit hoch fokussierten Augen, schalenartig geformten Händen lauern wir dem Präzisionsspringer. Nichts um uns herum bekommen wir mehr mit, wir wissen ganz genau auf welcher Miniaturempore sein gerade ausgeführter Donnerschlag geendet hat; erneuter Versuch.

Statistisch betrachtet führt Flip in seinem gesamten Leben etwa unzählige Sprünge durch. Er landet dabei immer wie berechnet, auf einem Grashalm. Wiederholend relativ zu betrachten ist die Tatsache, dass er unzählige solcher Emporen zur Verfügung hat, um seine Präzisionslandungen zu vollenden. Der Umstand jedoch, dass Grashüpfer  auch dann unermüdlich und präzise weiter springen wenn diese nur noch mit einem Katapult ausgestattet sind, lässt sie weiterhin als perfekt gelten.

Fokussiert und stets sensibilisiert – auf genau eine Aufgabe. Immer.

039-1

 Shooting place

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