Das Lodern des Horizonts

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Alles beginnt mit einem verregneten Tag, sowie dem Wunsch der Ferienkids vom Reiterhof, noch einmal die Burgruine Rosenstein in Heubach zu besuchen, bevor dann endgültig die Abreise ansteht und der Alltag ruft. Man ist ja schließlich nicht dazu verdonnert in den Reiter Ferien einen Vollzeit Reiter zu mimen.

Der Tag jedenfalls zieht mit nicht sehr veränderter, strom-haft tröpfelnder Kopfbedeckung gen Nachmittag, was uns jedoch nicht daran hindert die höher gelegene Burgruine zu besuchen. Stroh und Heu zu fegen macht bei diesem Wetter während dessen ohnehin keinen Sinn, denken sich die Mädels. Und bei solchen Witterungen zu reiten, birgt wahrlich auch das Risiko, dass die fein gestriegelten Pferde etwas Schmutz und Schmadder abbekommen könnten.

Wir kommen schließlich an, wandern durch den anmutenden Regenwald hin zur Ruine und genießen allesamt die Wolkendecke aus einer nicht alltäglichen Perspektive. Die zahlreichen, schönen Ecken und Kanten der Ruine selbst sind uns ja schon bekannt, müssen also nicht zwangsläufig Ziel des Ausflugs sein. Zu viel Kultur sei schadhaft, meinen die Mädels. Entspannung sei nach der anstrengenden Arbeit am Pferdehof nun mal auch wichtig.

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Während sich die Mädels also dazu überwinden, sich es an meinem Lieblingsfelsvorsprung gemütlich zu machen, bin ich nur am herum knipsen. Selten gelingt es mir die zahlreichen Perspektiven die ein Ort bieten kann, zu ignorieren. Insgeheim hoffe ich permanent, da es gemäß den Zeigerstellungen der braunen Armbanduhr, auf eine Dämmerung hinzugeht, dass sich die Wolkendecke noch etwas lichten mag. Ein Abendhimmel kann bekanntlich ja sehr genussvoll sein! Genießen wir während dessen doch einfach noch etwas den Kontrast, die Hoffnung rennt ja nicht davon (…).

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Gerade als wir nach einiger Zeit schleichend den Rückweg antreten, uns entscheiden noch eine weitere Lichtung zu besuchen, werde ich geradewegs geblendet, als wir uns auf der Brücke der Burgschlucht befinden. Geblendet eines Strahls warmen Lichtes, welcher von hinten kommend in meiner transparenten Kunststoff-Fassung der Brille, umher bricht. Geradewegs erhasche ich mit schwungvollem Blick was da, durch die voll mit Wasserperlen benetzten Laubblätter der grünen Bäume, seinen weg zu mir gefunden hat. Die wenig Stunden alte Hoffnung!

Dass die sich geradewegs über die hölzerne Schluchtenbrücke kämpfenden Mädels, nun wieder umdrehen dürfen – obgleich sie recht froh darüber sind, den tiefen Abgrund zu Ende überschritten zu haben – entfesselt in mir einen herzhaften Lacher. Ich hab doch Mitgefühl …

Es ist soweit, wir kommen wieder an, am Felsvorsprung. Könnte man so meinen. Die Umrisse sind exakt die gleichen, alles andere erscheint in einem neuen Licht. Fühle mich geblendet, von der Schönheit, der Macht die sich da auftut, dort genau vor uns, unnahbar entfernt am Horizont. Ja, jetzt ist er endlich in Sicht! Die Vorstellung darüber, wie es sein könnte mit unserem Sonnenuntergang, ist wie so oft wenn man sich etwas im Vorhinein ausmalt, völlig anders nun skizziert, gar gepinselt. Malerisch schön! Doch es soll danach noch intensiver werden, ich bin überzeugt und voll Energie …

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Der Kopf ist wie leer gefegt, den Regen hat es nie gegeben, zu keinem Zeitpunkt an diesem Tag wehte ein ungemütlich kalter Wind um die Ohren, nichts von all dem gibt es mehr. Nur noch das Jetzt und der Kampf der Lichter am Horizont, Ying und Yang denke ich mir, völlig im Einklang, und Eins.

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Shooting place

Must-have: Advanced Custom Fields #ACF WordPress Plugin

Das Advanced Custom Fields Plugin für WordPress Entwickler kommt mächtig daher. Das Plugin bietet ein intuitives Interface um Editormasken für Inhalte und Custom Post Types zu erstellen. Außerdem liefert der Entwickler alle notwendigen Funktionen mit, um die dadurch befüllten, benutzerdefinierten Felder, weiter verarbeiten zu können.

Mittels des ACF Plugins lassen sich viele Bedingungen und Datenbestände zu einem Post hinzufügen, um später bei der Verarbeitung und Ausgabe, sehr komplexe Wünsche realisieren zu können.

Hervorzuheben ist die Repeater Funktionalität, welche es auf eine einfache Art ermöglicht, Datensätze im Backend mit immer dem gleichem Schema anzulegen, und sie im Frontend letztlich wieder auszugeben.

Zum einen nutzt man das ACF Plugin dazu, um extrem individuelle Editormasken anzulegen, um die Moderation bspw. durch den ungeschulten Kunden extrem zu vereinfachen, zum weiteren um auf eine einfache Art, sehr komplexe Datenbankabfragen für die Inhalte aufbauen zu können.

Und letztlich Lobenswert ist die Dokumentation des Entwicklers, die keine wünsche offen lässt.

Zum Plugin »

Die Echse mit dem Silberstaub

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In der Zooabteilung eines grünen Möbelhauses staunte ich nicht schlecht, als die frei lebenden Echsen auf dem Regal um uns herum kletterten. Ein kurzer Test, ob die denn wohl Streicheleinheiten mögen, war positiv.  Denn, die Augen blieben offen. Oft höre ich vom Irrglauben, dass zum Beispiel Bartagamen gerne schmusen würden. Sie genießen es ja förmlich und schließen dabei die Augen, heben das Köpfchen, wie so manch Kätzchen. Oft bestätigt wurde mir, dass dies ein instinktiver Prozess der Anspannung und Todstellung sei, auch wenn dieser durch die Gewöhnung an Menschenhand, dann entspannter wirkt.

Dieses Exemplar jedenfalls mag es, betätschelt zu werden! Es dankt einem sogar mit Silberstaub an den Händen, ganz was magisches! Glitzer-glitzer und blinge-bling. Sieht gut aus zwischen Kaktus und anderem Gegrün.

Noch etwas mythisches zu Eidechsen: in den indianischen Kulturen gelten sie als Lichtbringer und Bote von Vater Sonne. Sie wachen außerdem über die Kraft der Träume, verheißen Segen und Glück. Vater Sonne ist im weiteren Sinne als Lebenslicht zu betrachten.

Wie man es wendet und dreht, die kleinen Drachen sind einfach faszinierende Geschöpfe in Art, Erscheinung und Wesen.

Erste Auszeichnung für LIFEGUIDER Blog

Das ist ja nett, als Blogger wird man ja schon zu Beginn richtig angefeuert & belohnt. Ich finde Gefallen. 10 Posts mögen keine große Zahl sein, doch gerade die kleinen Zahlen können sich ja bedeutender erhöhen als die, die schon groß sind.

Ich freue mich auf jeden Fall über dieses automatisierte Badget von tumblr, schließlich war es mein bisheriger Aufwand, um mit den freudigen Taten beginnen zu dürfen. Deshalb wird es auch fest gehalten, um später einmal darauf zurück blicken zu können. Ich bin so gespannt … :-)

Thx!

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Die Tarnkappenflügler

Wahrlich nicht erprobt bin ich im Fluggeräte Knipsen, gar fehlt mir dazu die Ruhe! Auch nur ein falscher Schritt auf dem trockenen Laub (klingt so herbstlich…) und weg ist er wieder, der Spatz, Vogel. Man verzeihe mir die fehlende Kenntnis über Vogelgattungen und belehre mich gern. Alles was rund und mopsig erscheint, gar flügel hat, ist für mich zunächst einmal ein Spatz. Das umschreibt meine Neigung zu den Tierchen dann doch ganz gut. Ja ich respektiere sie wirklich! […] und Kohlmeise.

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Kaum habe ich den braunen Kandidaten während seines Landemanövers entdeckt und fotografiert, hasche ich mit leiser Eil nach einem neuen Winkel um am Geäst vorbei zu gucken. Weg ist er, denke ich nach 3 Minuten suchlastiger Phase, ich kann den kontrastreichen Piloten nicht mehr orten. Dann, als ich wieder locker lasse, meines Weges gehe und das Laub aufknirschen lasse, wird mir die zunehmend unterdrückte Frage nach dem Blindfisch auch geradewegs schon beantwortet. Natürlich startet der Kandidat genau von jener Stelle seinen weiteren Flug, auf jene welche ich unentwegt in die grandiose scheinbare Leere, durch ihn hindurch, gestarrt habe.

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Nicht entmutigt giere ich weiter, jedoch lasse ich mein Haupt dabei etwas gesenkter, um nicht gar zu verblenden, beim Wald-Googeln. Als neue Taktik sperre ich meine Lauscher auf! Haha, ich mache mir das Laub zu Nutze, auch ich bin lernfähig, ihr Vögel! Allerdings ist diese Taktik dann wahrlich zwiespaltig und die Entfernungen zwischen Nicht-Teleobjektiv und Vogel wird größer bleiben müssen. Dass das Ergebnis dann fast einem Suchbild gleich kommt, ist aber ein zufrieden stellender Abschluss dieses Beutefangausflugs.

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Das Erwachen eines Perfektionisten

Die Zeit, jene die Krafttiere dieser Erde aus ihrem behaglichen Dasein erwachen lässt, sie bricht nach und nach wieder an. Zum Vorschein kommt auch wieder eines dieser sprunghaften Geschöpfe, die ein jedes Kind zu jagen pflegte. Aus der Reihe springt er wohl, da er Demut weckt und flinkes handeln fordert, man möchte ihn um den Geduldswillen zu befriedigen, bestaunen. Flip, unser Grashüpfer.

Beginnend bereits bei der Pirsch im dichten, hohen, saftig grünen Gras, schaffen wir es auf eine Welle mit ihm. Im Hier und im Jetzt, mit hoch fokussierten Augen, schalenartig geformten Händen lauern wir dem Präzisionsspringer. Nichts um uns herum bekommen wir mehr mit, wir wissen ganz genau auf welcher Miniaturempore sein gerade ausgeführter Donnerschlag geendet hat; erneuter Versuch.

Statistisch betrachtet führt Flip in seinem gesamten Leben etwa unzählige Sprünge durch. Er landet dabei immer wie berechnet, auf einem Grashalm. Wiederholend relativ zu betrachten ist die Tatsache, dass er unzählige solcher Emporen zur Verfügung hat, um seine Präzisionslandungen zu vollenden. Der Umstand jedoch, dass Grashüpfer  auch dann unermüdlich und präzise weiter springen wenn diese nur noch mit einem Katapult ausgestattet sind, lässt sie weiterhin als perfekt gelten.

Fokussiert und stets sensibilisiert – auf genau eine Aufgabe. Immer.

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