Der Aussteiger aus den Sandaletten

Ein Fluss, ein Steg, zwei Sandaletten. Weit und breit kein Schwimmer in Sicht, auch kein Taucher, kein schnorchelnder, kein Tourist… Das einzige was hier zurück gelassen wurde ist eine Geschichte, ja oder gar endete hier die eine, und es begann eine andere, neue. Auf zu neuen Ufern dachte sich da wohl einer. Die Erkenntnis darüber, dass es auch an anderen Stegen weiter gehen kann, mit neuen Sandaletten an den Sohlen haftend. Das betreten des Stegs war im übrigen nur dem örtlich ansässigem Kanuverein gestattet. Das sagt uns letztlich noch, dass man manchmal einfach Grenzen überschreiten muss, um an ein anderes Ufer zu gelangen.

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Die Wassernixen von Klein Sizilien

Ein bekannter Ort für mich ist “Klein Sizilien” im Dillinger Land. Klein Sizilien ist eine Pizzeria mitten im Nirgendwo, bei den Wagerseen, welche diesem Ort den passenden Namen verliehen hat. Die Wagerseen bieten neben Erholung und Entspannung zu jeder Jahreszeit, auch einige Motive für den naturverliebten Linsensträger.

An einem sonnigen Sonnmittag am Ende des Winters 2015, haben Überraschungsgäste auf vier Pfoten den Weg zum Wasser gefunden. Zur weiteren Überraschung waren sie sehr badefreudig. Ob die Dränge ins kühle Nass zu hupfen den tierischem Vergnügen, der Animation von Frauchen und Herrchen, oder letztlich doch den ein wenig entfernten diversen Entensorten auf dem See gewidmet waren, darüber bin ich mir noch heute unschlüssig. Lara und Luna jedenfalls (Mama und Tochter, Schäferhund – Border Collie Mischling) hatten ihren Spaß und ließen sich ebenfalls mit Freude ablichten.

Für die Breite Masse ein paar Momentaufnahmen der Bellas, für die lieben Zufallsgäste des Shootings gibt es die gesamte Sammlung.

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Abendstimmung am Bucher-Stausee | Ellwangen

Einer dieser Tage, an dem man nach getaner Arbeit, sofern man diese als "getan" benennen kann, mit dem Auto einfach drauf los fährt, in Richtung Aalen, Geld einzahlen bei der liebsten Bank, bei der alten Hausbank. 40km vom Wohnort entfernt. Die Gedanken kreisen, der Stresspegel fährt mit. Ruhepause an einer zufälligen Tankstelle, Radio aus, bitte. Sanfte Wellen einer Stimmungsoper kommen, gehen wieder vorüber.

Mit genug Vitamin B in der Einbildung gehts dann natürlich weiter. Das Zentrum der Macht ist nach einigen Kilometern des Feierabendgedrängels, hindurch krächzender Tunnels, dann auch erreicht. Nach einigen zärtlichen Berührungen mit dem kühlen metallischen Touch-Einzahl-Automaten-Teil, welches merkwürdigerweise seine Klappe nur zum Geld schlucken aufmacht, weiter in Richtung Ellwangen. Die Canon ist ja schließlich mit an Bord, und ein Fußmarsch um den Stausee kann nicht schaden, da ich schon einmal in der Nähe bin.

Rücksprung: einige Wochen zuvor war ich im übrigen ebenso Geld einzahlen, lief direkt zum Schalter. Ja ich wartete sogar 5 Minuten, Vorfreude geladen, dass die nette Bankkauffrau gleich mein Geld entgegen nimmt. Menschenkontakt. Hach. "Soll ich Ihnen denn zeigen wie man den Einzahlautomaten bedient?". Es beschlich, mich jungem Informatiker, vom Rückgrat ab aufwärts dieser Drang, mit Unterton beschwipst zu Antworten. Ich tat dies dann also auch und ließ mir bestätigen, dass es nun natürlich nichts ausmache, wenn sie das jetzt für mich im gewohnt alten Stil einfach einzahle. Das Tutorial am Automaten konnte an diesem Tag ausgelassen werden. {...}

{...} Die ersten 500 Meter, entlang der Regenmauer des Bucher-Stausees, sind nicht sehr viel versprechend. Euforisch halte ich die Canon, und versuche wenigstens diese 2 stolzen Fischreiher auf den Sensor zu bekommen, es fehlt aber in diesem Moment die Harmonie zwischen uns. Und auch an der Peripherie, dem Teleobjektiv. Auch der Himmel zeigt eine doch recht anmutende Blässe, was sich aber schnell ändert. Denn ich bin da, und ich will nur dort sein, nur dort. Ich werde begleitet von vielen sportlich ambitionierten Jung-bis-alt-Joggern & Radlern, ich nicke innerlich und bestätige jeden einzelnen. Doch jetzt, saugen wir erst einmal die Farben in den Geist, und spüren den Frühling. Thats it.

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